Selbstversorgung und Inklusionsbetriebe

Landwirtschaft, Photovoltaik sowie zwei Inklusionsbetriebe (Bäckerei und Kunsthandwerk) dienen zur Selbstversorgung und geben jungen Erwachsenen mit und ohne Behinderung Perspektiven.

Die landwirtschaftlichen Nutzflächen, auf denen Jojoba, Äpfel, Bananen, Papaya, Mango, Maracuja, Gemüse und vieles mehr angebaut werden, dienen der Eigenversorgung der Kinderdorfgemeinschaft. Erst 2019 wurden neue Obstbäume angepflanzt, die in den nächsten Jahren die Versorgung mit frischem Obst erheblich verbessern werden.

Das Gewächshaus mit eigener Bewässerungsanlage (2004/2005 von einem Landwirt aus Sachsen-Anhalt finanziert und aufgebaut) bietet ideale Bedingungen für den Anbau von Salat und Gemüse.
Die eigene Tierzucht (Schweine, Enten, Gänse, Meerschweinchen) trägt zur Versorgung der großen Kinderdorfgemeinschaft mit Fleisch bei.

Strom- und Wasserversorgung

Das Kinderdorf ist weder an das öffentliche Stromnetz noch an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen. Die Stromversorgung erfolgt ausschließlich durch Solarstrom.  Bereits 1997 wurde die erste Solaranlage sowie eine Windkraftanlage installiert.

2007 wurde eine größere Solaranlage angeschafft (Kofinanzierung durch das BMZ) und auf dem Dach der Ausbildungshalle installiert. Zur Speicherung und Nutzung nach Sonnenuntergang wurden spezielle Batterien angeschafft. Eine weitere Solaranlage gibt es beim Brunnenhaus, von wo aus das Wasser zum Kinderdorf gepumpt werden muss.
 

Die Wasserversorgung ist erst 2016/2017 komplett erneuert worden: Zwei Leitungssysteme, riesige Wassertanks am Berg, solarbetriebene Pumpen u. Filteranlage nahe dem Brunnenhaus Die Finanzierung erfolgte durch einen „Rotary-Global-Grant“, initiiert vom Rotary Club Paderborn-Kaiserpfalz mit Unterstützung der Rotary Clubs Darmstadt-Kranichstein und Miraflores-Lima sowie deren Distrikten und Rotary International in den USA.

Für die Warmwasserversorgung der Familienhäuser gibt es thermische Warmwasseranlagen auf jedem Dach. Diese mussten 2019 erneuert werden.

Den Leitgedanken der Inklusion im Blick, folgte nach der Gründung des ersten Kleinstbetriebes „Iskay Kori“ (die goldene Zwei) bald eine zweite sog. Micro Empresa, „Iskay Nawi“ (die goldenen Augen). Die Namen der beiden Kleinstbetriebe entstammen der Quechua–Sprache. In jedem der Betriebe arbeiten fünf bis acht junge Menschen, zum Teil mit leichter Behinderung, unter der Leitung je einer ausgebildeten gesunden Kraft. Sie stellen Produkte her, die sie anschließend zum Verkauf anbieten. Bei „Iskay Kori“ liegt der Schwerpunkt auf der Bäckerei, bei „Iskay Nawi“ auf dem Kunsthandwerk.

Der erste Start dieses mittlerweile erfolgreichen und etablierten Projektes erfolgte 2013, unterstützt durch eine damalige Freiwilligenhelferin, den Rotary-Club Miraflores aus Lima sowie die peruanische NRO "Pan Soy". Hierdurch konnte eine nachhaltige Perspektive für behinderte Kinderdorfkinder, die ansonsten keine feste Anstellung finden und somit nicht entlassen werden könnten, geschaffen werden.

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